Lernen macht stark

Ein Kind weiß genau, ob es beim schulischen Lernen Erfolg oder Misserfolg hat. Auch Kinder, die das Lernen verweigern, Schulschwänzern, die so tun, als interessiere sie die Schule nicht, wissen im tiefsten Innern, dass es eigentlich zu ihren Lebensaufgaben gehört, die Anforderungen, die die Schule an sie stellt, zu bewältigen. Kinder und Jugendliche mit einem Förderbedarf im Bereich des emotionalen Erlebens und des sozialen Handelns versuchen nicht selten, ihr Versagen mit auffälligen Verhalten zu „kompensieren“, von ihren Lernschwächen abzulenken und sich auf diese Weise als „stark“ darzustellen. Eine einfühlsame Heranführung des jungen Menschen an die Lösung angemessener schulischer Aufgaben kann daher zu einer echten Stärkung seines Persönlichkeitskerns beitragen.
Wir erachten es als unbedingt wichtig, dem Schüler seinen Fähigkeiten und seinem Alter angemessene Lernerfolge zu ermöglichen und ihm zu entsprechenden schulischen Leistungen zu verhelfen. Hierbei gehen wir z.T. sehr individuell vor. Zum Beispiel kann es sein, dass ein Schüler zunächst vor allem in den Fächern arbeitet, die er sich zutraut und wo er sein Können zeigen kann, um von dort aus dann später gestärkt an seine „Schwachpunkte“ heranzugehen. Dabei erfährt er u.U. oft zum ersten Mal, über welch kognitives Potential er eigentlich verfügt und kann beginnen, dieses voll auszuschöpfen.